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Palettenmarkt unter Druck
23. April 2026
Millionenfach im Umlauf, sind Europaletten fester Bestandteil des Alltags in Industrie, Handel und Logistik. Doch A- und B-Qualitäten werden zunehmend knapp, warnt der Logistikdienstleister Dachser. Mit Auswirkungen auf Kosten, Planungssicherheit und Lieferfähigkeit entlang der gesamten Supply Chain.

Flugsicherung im Dunkeln
22. April 2026
Bei der Schweizerischen Flugsicherung blieben die Bildschirme auch nach der Behebung einer Störung am Mittwoch zunächst weiterhin dunkel. Eigentlich hatte Skyguide das technische Problem im Kontrollzentrum in Dübendorf bis zum Nachmittag bereits behoben. Das System schien jedoch anderer Meinung.

Die wirklichen Kosten der Auftrags-Erfüllung
22. April 2026
Fördertechnik-Spezialist Ferag setzt auf die ganzheitliche Betrachtung der Lagerhaltung sowie den gezielten Einsatz von Technologien zur Automatisierung definierter Fulfillment-Prozesse. um die Effizienz der Auftrags-Abwicklung zu verbessern. Das von Ferag Solutions entwickelte Konzept basiert auf einer neuen Kennzahl «CoOF» (Cost of Order Fulfillment).

Bundesrat Beat Jans in Rupperswil
22. April 2026
Das Training Center von Swiss Logistics by ASFL SVBL in Rupperswil hatte dieser Tage Besuch von Bundesrat Beat Jans, Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, und dem Aargauer Regierungsrat Dieter Egli.

Noch besser als Lithium-Ionen
21. April 2026
Bei der mit 3000 Ausstellern weltgrössten Industriemesse in Hannover hat ein junges Unternehmen namens BTRY aus Dübendorf einen von dem Logistik-Dienstleister Hermes gesponserten Startup Award gewonnen. Die Gründer überzeugten mit einem ultradünnen, vollständig flexiblen Energiespeicher, der zahlreiche neue Anwendungen erlauben soll.

Grossbehälter für den «Jaguar»
21. April 2026
Bei Claas in Bad Saulgau werden Maschinen für die Futterernte sowie Vorsatzgeräte für den Feldhäcksler, der auf den stolzen Namen «Jaguar» hört, entwickelt, getestet und gefertigt. Mehr Bereitstellungsfläche an den Montagelinien wurde benötigt. Bito war mit dem Umstieg auf die Grossbehälter SL 86 behilflich.

Systemwechsel am Trockenturm
21. April 2026
Automatisierung muss, wie gesagt, nicht kompliziert sein. Auch einfache, sich wiederholende logistische Vorgänge können mit Hochhubwagen wie dem EXV iGo selbsttätig ausgeführt werden. Staplerhersteller Still setzte das bei DP-Supply, einer Tochter der Deutschen Milchkontor DMK erfolgreich um.

«Logistics Townhouse» für die City
20. April 2026
Es war nur einer der zahlreichen Inputs beim Deutschen Materialfluss-Kongress, der dieser Tage parallel zum IFOY- Test Camp in Dortmund stattfand: Er widmete sich einem Konzept von Carl-Friedrich Rico zu Knyphausen, Managing Director & Co-Founder einer Logivalue GmbH in Berlin: Ein «Retail Town House» für die Innenstadt.

Gesellschaftliche Verantwortung
20. April 2026
Die Produktion von Rasierklingen war einst eine scharfe Sache – heute ist Schmalz Weltmarktführer in der Vakuumtechnik, dessen Chefs sich zugleich für Nachhaltigkeit, Bildung und regionale Entwicklung einsetzen. Dafür gab es jetzt den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

Swiss Packaging Award
20. April 2026
Gut verpackt ist halb gewonnen. Noch bis 15. Mai sind Meldungen zum Swiss Packaging Award möglich. Der Preis für die besten Verpackungslösungen wird in den Kategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Technik / Konstruktion / Maschinensysteme und Mehrwegverpackungen vergeben.
Wissenstransfer auf den Seychellen
WAGNER Schweiz AG
Wissenstransfer auf den Seychellen
26. November 2025
Naturgefahren treten weltweit zunehmend in Form von Überschwemmungen, Erdrutschen, Waldbränden, Stürmen, Erdbeben und Steinschlägen auf. Akute Krisenbewältigung ist gefragt. Aber auch langfristige Strategien für Verkehrswege, bei denen Gasser Felstechnik auf den Seychellen Hilfe leistet.
Felssicherung. Alle Fotos: Gasser/Degelo
Im Auftrag der Regierung der Seychellen schult Gasser Felstechnik lokale Akteure im Naturgefahrenmanagement. Ziel ist es, dass der afrikanische Inselstaat Naturrisiken selbst bewältigen kann. Während zehn Wochen waren die Schweizer Spezialisten vor Ort, um Wissen zum Management und zur praktischen Bauausführung zu vermitteln. Das nachhaltige Entwicklungsprojekt konnte in jüngerer Vergangenheit bereits erfolgreich für zusätzliche Sicherheit sorgen.
Langfristige Strategie
Extremniederschläge hatten im Dezember 2023 zu Erdrutschen und Steinschlägen geführt, vier Todesopfer gefordert und zahlreiche Häuser zerstört. Nach der Unwetterkatastrophe beschloss die Regierung der Seychellen Massnahmen. In der Folge wurde Gasser Felstechnik mit dem Mandat betraut, einen Projektplan zur nachhaltigen Bewältigung von Naturgefahren auszuarbeiten – die Lösung wurde im Wissenstransfer an die lokalen Behörden und Bauunternehmen gefunden.
Seilsicherungstraining
Rings um die Behörde Disaster Risk Management Division (DRMD) wurde eine Kerngruppe geschaffen: Fünf Spezialisten aus verschiedenen Departementen und ein Parlamentsabgeordneter fanden darin zusammen. Die Gruppe war im März 2025 in der Schweiz auf einwöchigem Arbeitsbesuch, um mehr über die Vorgehensweise zu erfahren.
Zehnwöchiger Einsatz vor Ort
Ende April startete der zehnwöchige Einsatz auf Mahé, der Hauptinsel der Seychellen. Ein vierköpfiges Baustellenteam mit drei Felssicherungsspezialisten und einem Mechaniker sowie Ruedi Degelo als Projektleiter reiste an. Es galt, die Behörden sowie lokale Bauarbeiter in der praktischen Bauumsetzung von Schutzmassnahmen gegen Steinschlag und Murgang zu trainieren – und dabei gleich die drängendsten Gefahrenherde zu bereinigen.
Bausitzung vor Ort
Das Team war von Beginn an mit Aufgaben an mehreren Schadensplätzen beschäftigt. Der Hauptfokus galt zunächst dem Bau einer temporären Zufahrtsstrasse auf St. Louis Hill – einem steilen Hügel mit Sendeanlagen und der Luftüberwachung auf dem Gipfel und Wohnsiedlungen am Fuss.
Praktische Trainings
Das eingeschiffte Inventar und Baumaterial, das anschliessend von den Seychellen übernommen wird, mussten auf Kleinfahrzeugen vor Ort gebracht werden. Es folgte eine erste Schulung in Gerätekunde, Arbeitssicherheit und Seilsicherungstechnik.
Gebäudeschutz
Im felsigen Gebiet Bel Ombre werden einzelne Blöcke temporär vernetzt, um sie mit einem Handgerät zu spalten und kontrolliert abzubauen. Gemeinsam mit den lokalen Arbeitern werden auf diese Weise 920 m Verankerungen, 450 Quadratmeter Netzabdeckungen und 200 m Verseilungen gebaut sowie 50 Kubikmeter Fels abgebaut.
Kontrollierter Felsabbau
Am 2. Juli wird ein mit Unterstützung der Schweizer Crew erstellter Masterplan der Regierung präsentiert – und vollständig genehmigt. Teil des Plans ist die Schaffung einer interdisziplinären Taskforce für ein adäquates Naturgefahren-Management. Es ist unabdingbar, dass diese Taskforce nun unabhängig und mit Fachwissen innerhalb ihres Budgets arbeiten kann.
Dies ist die Voraussetzung, dass das vermittelte Know-how auf den Seychellen weiter wachsen kann und die weit verbreiteten Naturrisiken eigenverantwortlich minimiert werden können. Künftig wird das Gasser Felsteam eine beratende Funktion einnehmen, ergänzt durch partielle praktische Unterstützung vor Ort.
Ehrung durch Präsident W.Ramkalawan
Am 27. Juni wird feierlich die Eröffnungszeremonie der Steinschlag- und Murgangsperre St. Louis Hill unter Beteiligung von Staatspräsident Wavel Ramkalawan, Innenminister Errol Fonseka und Bauminister Billy Rangasamy begangen. Von Präsident Ramkalawan werden Kursdiplome an die Beteiligten ausgehändigt, die ihre erfolgreich absolvierten Trainings bezeugen.
«Katastrophenhilfe konzentriert sich oft auf akute Krisenbewältigung», sagt Ruedi Degelo. «Wo jedoch mit weiteren Ereignissen zu rechnen ist, reicht das nicht aus. Wenn lokale Voraussetzungen gegeben sind, kann gezielter Wissenstransfer in der Prävention ein wirksamer und nachhaltigerer Ansatz sein. Auch privatwirtschaftliche Akteure können dabei Verantwortung übernehmen».
Der Orginalbericht von Ruedi Degelo hier

















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